Walross und Bär segeln heim
Rückkehr nach 50.000 Seemeilen


Berlin/Hamburg, 2. Juli 2010. Eine zweieinhalbjährige Reise geht zu Ende: Die Hochseeyacht „Walross IV“ des Akademischen Segler-Vereins aus Berlin (ASV e.V.) holt am 3. Juli in Cuxhaven die Segel ein. Nach rund 50.000 zurückgelegten Seemeilen beenden die 148 Seglerinnen und Segler das engagierte Projekt „Unter Segeln nach China“.
„967 Tage war die ‚Walross IV’ unterwegs. Nach 32 Etappen kommt sie nun nach Hause“, sagt Norman Gruchow, Vorsitzender des Akademischen Segler-Vereins aus Berlin (ASV e.V.). „Wir haben eigentlich schon im Frühjahr 2009 mit der Rückkehr des Schiffes gerechnet.“ Grund für die verspätete Heimkehr: eine ungeplante, aber notwendige Reparatur in Tasmanien und Wirbelstürme in der Karibik.
Jede Reise geht mal zu Ende
Unter dem Berliner Bärenbanner segelte die „Walross IV“ des Akademischen Segler-Vereins im November 2007 von Hamburg nach China zu den Olympischen Sommerspielen 2008. Sie durfte sogar – als große Ausnahme – während der olympischen Regatten die Bucht vor Quingdao befahren, obwohl sie selbst nicht an den Segelwettkämpfen teilnahm. Das war nur ein Höhepunkt der langen Segelreise. Nordatlantik, Pazifik und den Southern Ocean haben Hochseeyacht und Besatzung ebenso gemeistert, wie die erfolgreiche Teilnahme als einziges deutsches Schiff an der Sydney-Hobart-Regatta 2008. Jüngste Herausforderung war die Umsegelung von Kap Hoorn Anfang 2010. Das Erlebte hielt die Crew in einem Logbuch im Internet fest. Allein 16 Gastlandfahnen an der „Walross IV“ sind der wehende Beweis für die zahlreichen Etappenziele der Reise.
Die Nase im Wind
„Große Segelprojekte gehören zur Tradition unseres Vereins – eine Olympia-Fahrt ist dennoch ein einzigartiges Erlebnis. Wir sind froh, dass alles gut geklappt hat und die „Walross IV“ ihrem Zielhafen entgegensteuert“, sagt Ivo Schuppe, Pressesprecher des Akademischen Segler-Vereins. Glückwünsche auch von der Rieck Logistik-Gruppe, die das Abenteuer als Sponsor unterstützt hat. „Wir gratulieren der Crew und freuen uns auf die Rückkehr am 3. Juli in Cuxhaven“, sagt Horst Stiegler, Geschäftsführer der Rieck Logistik-Gruppe.
Akademischer Segler-Verein e.V.
Der Akademische Segler-Verein (ASV) wurde 1886 von zehn Studenten der Königlichen Technischen Hochschule Berlin (jetzt TUB) gegründet. Als Gründungsmitglied des Deutschen Segler-Verbandes war der ASV einer der Vorreiter des Segelsports in Deutschland. Bis heute sind die drei Gründungsziele des Vereins unverändert: das Hochseesegeln, die Teilnahme an Regatten und das Segeln auf vereinseigenen Booten. Der ASV ist eine nicht-schlagende Verbindung. Es gilt das Lebensprinzip: Das bedeutet, dass man auch nach Abschluss des Studiums den ASV weiterhin durch seine Vereinsbeiträge fördert. Derzeit gestalten circa 50 Aktive von insgesamt über 300 Mitgliedern das Vereinsleben. Der Bootspark reicht von Jollen bis zur 20m-Yawl in Berlin und einer 16 Meter-Hochseeyacht an der Küste. Um die Schiffe bewegen zu können, gibt es im ASV eine umfassende und fundierte Segelausbildung.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.walross.org
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