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22.12.2009 13:57

Flieger, grüß’ mir die Sonne

Chinesische Solarmodule als eilige Luftfracht

Berlin, 22. Dezember 2009. Kurz vor Jahresschluss brachte die Rieck Logistik-Gruppe 120 Tonnen Solarmodule per Frachtflugzeug nach Deutschland. Der Grund für diesen Blitztransport: Zum 1. Januar 2010 sinkt die Einspeisevergütung für Solarstrom um mehrere Cent pro Kilowattstunde. Solaranlagen, die noch 2009 in Betrieb gehen, sichern ihren Betreibern bis 2030 eine höhere staatliche Förderung.

„Unsere chinesische Organisation Rieck-Henco bietet sowohl Sea- als auch Air-Transporte. Daher sind wir in China bei der Transportorganisation sehr flexibel“, sagt Horst Stiegler, Geschäftsführer der Rieck Holding. Für die Solarmodule hat Rieck kurzfristig eine komplette Maschine gechartert: Am 13. Dezember startete sie um 5.00 Uhr Ortszeit vom Flughafen Shanghai in Richtung Frankfurt-Hahn und landete dort am Nachmittag. Da die Gesamttonnage die Ladungskapazität der Frachtmaschine um 10 Tonnen überschritten hätte, musste ein Teil der Ladung mit einem zweiten Flugzeug folgen.

Für die letzte Meile organisierte Rieck ebenfalls eine schnelle Transportlösung. Direkt im Anschluss an die Zollabwicklung brachten LKW die Module zu insgesamt 16 verschiedenen Anlieferstellen bundesweit, darunter mehrere Baustellen. Dort standen schon die Montageteams bereit. Das gute Wetter spielte dabei ‚just-in-time’ mit: Nur drei Tage später brachte ein Wintereinbruch Frost und Schnee auf die Baustellen.

Unkonventionelle Alternative

„Natürlich bringen wir eine solche Fracht normalerweise auf dem Seeweg nach Europa“, erklärt Stiegler. „Aber in der Vorweihnachtszeit waren  alle verfügbaren Schiffe auf den entsprechenden Linien hoffnungslos überbucht.“ Auf eine spätere Schiffsabfahrt zu warten war auch keine Alternative – schließlich sollten die Solarzellen noch rechtzeitig vor dem Jahreswechsel in Deutschland geliefert und installiert sein.

„Für den Kunden liegt der Vorteil dieser Lösung auf der Hand“, sagt Horst Stiegler. „Die Module kamen schnell und zuverlässig auf die Baustelle. Und die staatliche Förderung auf dem Stand von 2009 kann er auch noch mitnehmen. Da erscheinen auch die einmaligen Mehrkosten für eine Flugreise in einem sonnigeren Licht.“

Schnelligkeit zahlt sich bis 2030 aus

Den Hintergrund für diesen Eiltransport bildet das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Es garantiert den Betreibern von Solarenergieanlagen eine Extravergütung für den „sauberen“ Strom, den sie in das Netz einspeisen. Diese Einspeisevergütung wird über zwanzig Jahre in gleich bleibender Höhe gewährt: Allerdings fällt sie für Neuanlagen ab 2010 deutlich geringer aus. Je nach Größe der Anlage beträgt der Unterschied bei der Vergütungshöhe bis zu sieben Cent pro Kilowattstunde – und das über einen Zeitraum von zwanzig Jahren.



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          Rieck Logistik-Gruppe

          Die Rieck Logistik-Gruppe ist ein Full-Service-Logistiker mit Hauptsitz in Berlin. Insgesamt sind an den Standorten in Berlin, Dresden, Frankfurt, Hamburg und Neuss sowie im chinesischen Tochter­unternehmen Rieck Henco Dalian circa 680 Mitarbeiter beschäftigt.

          Seit Januar 2008 hält Rieck 35 Prozent Geschäftsanteile an der Spedition HOMTRANS Service GmbH & Co. KG (Rostock).

          Die Leistungspalette von Rieck umfasst Kontrakt Logistik, systemgeführte Stückgutverkehre, weltweiten Sea Air Service, Entsorgungslogistik, Möbel- und Messelogistik, Consulting Services und eCommerce-Lösungen. Die nationale und europaweite Flächendeckung sichert Rieck durch die Kooperation mit dem Stückgutnetz IDS.

          Weltweit bietet Rieck mit dem eigenen Unternehmen in China, einem leistungsstarken USA-Partner sowie dem TANDEM-Netz Qualitätslogistik aus einer Hand. Der Gruppenumsatz von Rieck betrug im Geschäftsjahr 2008 130 Millionen Euro.